Anton Marku

wurde am 15. August 1971 in Gjakova (Kosovo) geboren, wo er Literatur studierte. Danach absolvierte er ein Jus-Studium an der Universität Pristina und schloss dann noch Masterstudien an der Universität in Wien ab.

Seit neun Jahren lebt und arbeitet er in Österreich. Er schreibt vor allem Lyrik, aber auch kurze Erzählungen. Bisher hat er sieben Gedichtbände veröffentlicht. Einige seiner Werke sind auch in die englische,  deutsche, rumänische, kroatische, russische und arabische Sprache übersetzt worden.

 

Gedichtbände:

1. ,,Der Zyklon der Liebe‘‘ (2000)

2. ,,Spuren auf dem Schatten‘‘ (2002)

3. ,,Die Mitternachtssonne‘‘ (2004)

4. ,,Die blaue Vision‘‘ (2010)

5. ,,Im Duett mit sich selbst‘‘ (2012)

6. ,,Du meine Stimme‘‘1 (2017

7. ,,Die Insel des Lebens‘‘ (2018)

 

Seine Gedichte und kurzen Erzählungen wurden auch in verschiedenen Literaturzeitschriften wie z.B. in ,,Zwischenwelt‘‘2 (2014); ,,Words and Wolds‘‘3 (2016); ,,Aktuell‘‘4 (2017 und 20185), ,,Literamus 45‘‘6 (2018) sowie Anthologien ,,Man fragt mich, ob ich bin‘‘7 (2009); ,,Stadtschattierungen‘‘8 (2015), ,,Liebe‘‘9 (2017), ,,Wir, bewegende Steine‘‘ (2017), ,,Literarisches Österreich‘‘ (2017) und ,,Anima‘‘10 (2018) veröffentlicht. 

Anton Marku ist Mitglied bei der SchriftstellerInnenvereinigung Kosovas,

des Bundes der albanischen Schriftsteller in der Diaspora,

des österreichischen PEN-Clubs,

des Österreichischen Schriftstellerverbandes,

der IG-Autorinnen Autoren,

des Literaturklubs ,,Gjon Nikollë Kazazi‘‘ in Gjakova und

des Bundes der albanischer Schriftsteller und Kulturschaffenden ,,Aleksander Mosiu‘‘ in Wien.

Er ist auf Mitglied des Redaktionsvorstands der Literaturzeitschrift ,,Words und Worlds‘‘ in Wien (2017-bis dato)

1 https://www.wordsandworldsmagazine.com

1https://www.exlibris.ch/de/buecher-buch/deutschsprachige-buecher/anton-marku/du-meine-stimme/id/9783854099130#ank-information-1

2http://theodorkramer.at/zwischenwelt

3https://www.wordsandworldsmagazine.com/current-issue-aktuelle-ausgabe/prose-prosa/anton-marku

4https://igdanet.jimdo.com/zeitschrift

5 https://www.igdanet.com/zeitschrift/igda-aktuell-1-2018

6 http://www.literamus.com

7http://ganeshash.blogspot.co.at/2016/11/man-fragt-mich-ob-ich-bin.html

8http://www.loecker-verlag.at/sites/dynamic.pl?sid=&action=shop&item=481&group=3

9 https://books.google.at/books?id=lucxDgAAQBAJ&pg=PA2&lpg=PA2&dq=bod+liebe+wiedra&source=bl&ots=T8VQLYjSj_&sig=WBIgUTnLs9dAqOO_iWJ1Mv9I2lY&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwi0wZiQm7vSAhXDECwKHZV7AgMQ6AEIHzAB#v=onepage&q=bod%20liebe%20wiedra&f=false

10http://animaincognita.com

 

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Florin Müller

 

wurde in Fetesti/Rumänien geboren und verbrachte die ersten vier Lebensjahre in einem Waisenhaus in Slobozia, in das sein Vater ihn unmittelbar nach der Geburt bringen musste.
Im September 1998 wurde er von einem deutschen Ehepaar adoptiert.
"Es war kein glücklicher Umstand, der mein Dasein einst richtungsorientiert der Welt zukommen ließ. Zum Glück gehört Glück, und Glück war nicht mein diensthabender Begleiter, als ich am 2. Dezember 1994 fern eines Gedankens an glückliche Zukunft geboren wurde. Es war vielmehr ein Unglück, solch ein gebrochenes, erdfeindliches Wesen in solch eine erdfeindliche Welt zu entlassen, erdfeindlich, weil sie herzlos und erbarmungslos war.

 

Glück bahnte sich einen Weg zu mir, denn es waren schöne Leute gekommen, die Lust hatten, keinem richtigen tollen Jungen zu essen zu geben und ihn zu ihrem Kind zu machen, sondern sie hatten Herz für einen entsetzlichen, der Liebe unerfahrenen Jungen und kauften ihn."
Nach vielen Jahren zwischen Verzweiflung und Hoffnung und der vermuteten Diagnose 100% geistige Behinderung erhielten die Adoptiveltern 2004 endlich die Begründung für Florin's auffälliges Verhalten und seine Unfähigkeit zu sprechen: Frühkindlicher Autismus (Kanner Syndrom).
Er erhielt nun gezielte Therapien, erlernte die Gebärdensprache und die Möglichkeit, sich mittels Bild-und Wortkarten zu verständigen.
2011 wurde eine Therapeutin in der Schule für geistige Entwicklung, die Florin Müller besuchte, auf ihn aufmerksam und bot ihm das Schreiben am Computer mittels der Methode der Gestützten Kommunikation (FC) an. Ihr fiel auch seine ausgeprägte literarische Begabung auf. Schon nach kurzer Zeit lehnte Florin Müller die Stütze (FC) mehr und mehr ab und äußerte den Wunsch, alleine zu schreiben.
"Während ich über viele Jahre, zu viele Jahre in hoffnungslosem Dasein anwesend war - wohl gemerkt nur anwesend, denn Leben kann man diesen Seinszustand nicht nennen - begann ich nun, nicht mehr nur zu wünschen, sondern auch daran zu glauben, endlich einen wesentlichen Schritt im Leben erreichen zu können und wagte es daher, bereits dieses Ziel als Leben zu bezeichnen und nicht mehr nur als Anwesendsein."
Neben der Schule für geistige Entwicklung belegte Florin Müller 2013 an einer Fernschule Kurse zur Erlangung des Hauptschulabschlusses und konnte diesen vorgezogen bereits nach knapp 15 Monaten mit der Gesamtnote "sehr gut" ablegen.
Auffallend war auch an der Fernschule sein besonderes Interesse am Fach Deutsch und seine besondere Fähigkeit, sich in lyrischer Form auszudrücken.
"Besonders gerne schreibe ich Gedichte. Gedichte gefallen mir sehr gut, denn ein Gedicht irrt sich nicht. Damit meine ich: Es ist das tiefe Innere des Dichters, was er nur auf diese Weise nach außen tragen kann. So geht es auch mir."
Seit 2015 nimmt Florin Müller immer wieder an Literatur-Wettbewerben teil und gehörte im Sommer 2015 mit seinem Gedicht "leben für Leben" zu den ausgewählten Autoren des Wettbewerbs "GrenzenLos Vielfalt leben" im Rahmen der 10. Bonner Buchmesse Migration.
Im November 2016 erschien im Ganymed Verlag sein erstes Buch, eine Autobiographie mit begleitenden Texten seiner Adoptivmutter: "Die Reise zum leuchtenden Stern oder Ein Astronaut im Weltall".
In diesem Buch richtet sich Florin Müller mit folgender Botschaft an die Leser:
"Hiermit möchte ich erreichen, dass trübe, essentiell gegen Euch selbst gerichtete Gedanken weichen und Euch hoffnungsgeladenen Durchbruch wollen, erreichen und auch akzeptieren lassen."
Zusammen mit seinem ebenfalls nicht sprechenden autistischen Freund Julian Bodem, der für das erste Buch u.a. das Titelbild gestaltet hatte, arbeitet Florin Müller zur Zeit an einem zweiten Buch, das voraussichtlich Ende 2017 wieder im Ganymed Verlag erscheint. In "Bilder und Worte des Lebens" möchten die beiden jungen Autoren (Julian Bodem ist Jahrgang 1991) versuchen, ihre Gefühle und Gedanken durch Bilder und Gedichte zum Ausdruck zu bringen und sich dadurch den Mitmenschen ein Stück weit zu erklären. 

Besonders gerne schreibe ich Gedichte. Gedichte gefallen mir sehr gut, denn ein Gedicht irrt sich nicht. Damit meine ich: Es ist das tiefe Innere des Dichters, was er nur auf diese Weise nach außen tragen kann. So geht es auch mir.

  

Gedicht

 

Düstere Gedanken

Frohe großartige Gedanken 

 

Sorgen

Tröstendes 

 

in Worte gefasst

mit Fragezeichen

und

Ausrufen

und

Aufgaben

durchzogen

 

Ruhe im Geist bewirkend

Freiheit im Geist erlaubend

 

Ketten ablegend

  

Freiheit des Dichters

Freiheit des Lesers

 

Freiheit aller?

Fragezeichen!

 

(Florin Müller, 2016)

 


Veröffentlichungen:
⁃ "leben für Leben" in: BIM e.V. (Hrsg) "GrenzenLos - Vielfalt leben", Ausgewählte Gedichte, Literaturwettbewerb zur 10. Bonner Buchmesse Migration, Schriftenreihe Migration und Literatur Band 25, Free Pen Verlag Bonn, 2015, S. 69.
⁃ "leben für Leben", "Schnee", "Danke" in: Jacob, B., Koman, L. u.a. "Der Abend vor Silvester ", Erzählungen und Gedichte, Dorante Edition Berlin, 2015,  S.25-26.
⁃ "Lebenshilfe" ein Gedicht zum 50. Geburtstag und Grußwort in: Überblick -  

     50 Jahre Vielfalt, Magazin der Lebenshilfe Völklingen, 2015, S. 15.
⁃ "Die Reise zum leuchtenden Stern oder Ein Astronaut im Weltall", Ganymed  Edition, 2016 

- "Worte und Bilder des Lebens' - gemeinsam mit Julian Bodem -zwei  autistische Freunde verleihen   

   ihren Gefühlen Ausdruck, Ganymed Edition,  2017

Mitgliedschaften:
⁃ Mitglied von "Autism Authors": Leitung Dr. Linda Barboa, Sprachpathologin  

   und Autismus-Autorin, Missouri State University, USA
⁃ Referent für den Themenbereich "frühkindlicher Autismus" beim 

   Pädagogischen Landesinstitut Rheinland Pfalz, Speyer  

- Mitglied der Interessengemeinschaft deutschsprachiger Autoren e.V.,    Nürnberg

 

Florin Müller - Julian Bodem, Autisten, sprechunfähig

 

Autorenlesung am 8. Mai 2018 im Salzbrunnenhaus, Sulzbach/Saarland

 

Es war wohl ein Ereignis besonderer Art. Florin Müller, Kanner-Autist, traumatisiert durch vierjährigen Aufenthalt in einem rumänischen Waisenhaus, geschlagen mit einem Körper, der (fast) immer unruhig ist, Augenkontakt, intelligent, talentierter junger Autor, Laute ausstoßend, da sprechunfähig, trifft in seinen Gedichten genau den Punkt, glasklar und doch mit starken Gefühlen. Alleine das ist eine interessante Mischung. Schreiben kann er nur mit Unterstützung seiner Betreuerin am PC, äußert sich sehr differenziert, einfach großartig.

 

Befreundet ist er mit Julian Bodem, ebenfalls Kanner-Autist, sprechunfähig, Maler. Auch er in Bewegung, allerdings wiegt er sich von links nach rechts, ruhig, kein Augenkontakt. Groß und breit, ein 'gemütlicher Typ'. Auch er schreibbt mit Unterstützung durch seine Betreuerin am PC.

 

Beide arbeiten miteinander, aber auch alleine. Sie schauen einander in die Augen, ganz tief in den anderen hinein. Wie Julian sagt 'wir sprechen eine Sprache'. Beide haben Hauptschulabschluss.

 

Im Ganymed-Verlag gibt es von Florin zwei Bücher, eines davon mit Julian. 'Die Reise zum leuchtenden Stern' und 'Worte und Bilder des Lebens'.

 

Gelesen wurde von der Betreuerin Hanne Kloth, die alles managt, von einem Bruder Florins und den beiden Müttern.

 

Dazwischen wurden Filme über die beiden gezeigt und Ausschnitte eines Films aus dem Waisenhaus. Erschütternder kann kaum etwas sein. Das Publikum bestand aus einem kleinen, interessierten Kreis. Nach dem Leseprogramm konnte man Fragen stellen, die per PC von den beiden beantwortet wurden. Dabei fiel auf, dass Julian Bodem sich kurz und knapp äußert, während Florin Müller sich sehr differenziert ausdrückt.

 

 

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Ilse Pauls

geboren in Wien, verheiratet, vier Kinder,  Matura, Diplom für Kinderkrankenpflege.

  

Mitglied

des Österreichischen Schriftstellerverbandes,

im Verband Geistig Schaffender und Österreichischer Autoren,

des Künstlerkreises der Erzdiözese Wien,

Gesellschaft der Lyrikfreunde,

IMAGO und zahlreicher literarischer Vereine.

  

Veröffentlichungen:

Der innere See“, Lyrik, Wien 1993, (2. Aufl. 1996), Internat. Literatur- u. Lyrikverlag,

Späte Ernte“, Lyrik, Hünfeld 1996, Rhön-Verlag,

Stimmen aus Österreich“, Lyrik, Klagenfurt 1996, Ed. Club D’Art-International

Stille Stunden“, Aquarelle und Gedichte, Klagenfurt 2001, Ed. Club D’Art-International,

Auf dem Weg“, Gedichte und Gebete, Klagenfurt 2005, Ed. Club D’Art-International,

Geschenkte Stunden“, Gedichte, 2007, Wolfgang Hager Verlag, „Worte am Weg“,

Gedichte , 2013, Wolfgang Hager Verlag.

Beiträge in zahlreichen Anthologien.

 

Lesungen:

In Wien, Niederösterreich, Rom, Sevilla und Split, Palermo, Monaco, Regensburg, Prag,

Aufführungen von Vertonungen ihrer Gedichte. 

 

Bildende Kunst:

Aquarell und Acrylmalerei, Federzeichnungen, Ölbilder auf Holz, Illustration eigener Bücher.

  

                KOMPOSITION EINES GEDICHTES

  

Lass die Worte klingen,

               mische die Harmonien,

                  finde die passenden Intervalle,

               wiederhole nicht zu oft,

               laß die Vokale tönen,

               setze bewußt den Kontrapunkt,

                 finde zum Ende den rechten Ton. –

                 Dann laß dein Gedicht

                 in die Welt hinaus ziehen.

  

               VON DEN BÄUMEN LERNEN 

 

                Stehen

 musst du von den Bäumen lernen,

 das Feststehen,

 das Verwurzelt sein,

 das Kraftholen

 aus den Tiefen,

 das Sich biegen lassen

 von den Stürmen,

 das geduldige Tragen

 der Schneelasten,

 das Hinauf Sehnen der Äste

 dem Himmel zu

   

 Ilse Pauls

  

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 Andrzej Sznajder

  

1950 geboren, polnischer Germanist von Beruf; Universität Lodz  absolviert. Seit  Ende der 90er Jahre freier Journalist, und in den letzten Jahren ständiger Mitarbeiter u. a. der Lodzer Kulturschrift Kalejdoskop und der deutschsprachigen Literaturzeitschrift IGdA-aktuell. Artikel, Reportagen und Essays werden in polnischen, deutschen, ukrainischen und litauischen Zeitschriften veröffentlicht.

Darüberhinaus übersetze ich Lyrik polnischer Dichter in die deutsche, als auch deutschsprachiger Dichter in die polnische Sprache.

Mitglied der Gemeinschaft Polnischer Journalisten und

Interessengemeinschaft deutschsprachiger Autoren (IGdA)

  

Bis jetzt erschienen vier Bücher

Aus einem Bauerngeschlecht,

Die Geheimnisse von Sieradz und Zdunska Wola, Karsznice,

von der Kutsche bis zur Elektrolok und

Die Geheimnisse von Lask und Pabianice.

Eben fertiggestellt: Auf den polnischen Spuren von Franz Theodor Csokor

 

Sujet des Buches

Mein Buch Auf den polnischen Spuren von Franz Theodor Csokor ist eine journalistische Reportage, eine Art poetischer Erzählung über Leben und Werk des bekannten österreichischen Dramatikers, Dichters und Schriftstellers, sowie Präsidenten des Österreichischen PEN-Clubs, Franz Theodor Csokor.

Ich begleite darin meine Leser auf ihrer Wanderung durch die polnischen Orte, in denen Csokor lebte und wirkte. Ich besuche mit meinen Lesern Bibliotheken, Archive und Museen, in denen die Andenken seines Nachlasses aufbewahrt werden.

  

Das Buch besteht aus neunzehn Kapiteln, jedes von ihnen ist eine abgeschlossene Reportage und alle sind durch die Hauptfigur des Buches verbunden. Meine Wanderung beginnt mit dem Kapitel Warum gerade Csokor?, in dem der Grund dargestellt wird, warum ich mich mit Csokor befasse. Es wird darin auch der Polenbesuch meiner Wiener Verlegerin Gaby Blattl beschrieben und unsere gemeinsame Reise zum Iwaszkiewicz-Archiv in Stawisko, in dem wir einige unbekannte Csokor-Briefe entdeckt haben.

 

Das Kapitel Krakauer Geheimnis offenbart den Lesern die Ursache der Liebe Csokors zu Polen, die durch die heilige Hedwig von Anjou verkörpert wird, deren Sarg Franz Theodor als junger k. k. Offizier im Jahre 1918 oft besichtigte.

Die vergessene Premiere zeigt die Geschichte seiner Bearbeitung der Ungöttlichen Komödie von Zygmunt Krasinski und ihre Erstaufführung im Jahre 1922 im Kattowitzer Theater.

Es war nur ein Vorspiel zur 'Eroberung' des Burgtheaters, in dem dieses Drama 1936 mit großem Beifall und Erfolg aufgeführt wurde.

Durch seine humanistische Haltung setzte sich Csokor der Verfolgungen durch die Nazis aus. Davon wird im nächsten Kapitel Die erste große Flucht erzählt. Diese Flucht aus Österreich in Jahre 1938 ermöglichte ihm der polnische Botschafter in Wien, Jan Gawronski, der vielen Österreichern geholfen hatte.

 

So begann Csokors Exilleben im polnischen Schlesien, bei seinen deutsch-schlesischen Freunden, Ursel und Theo Holtz. Ende 1938 bekam der Autor sein neues Quartier in Ostoja bei Warschau. Davon informiert das Kapitel Zwischen Ostoja und Stawisko, wo Csokor viele prominente polnische Literaten kennen gelernt und die polnische Staatsangehörigkeit erhalten hat.

 

In jener Zeit entstand sein größtes Emigrationsdrama Jadwiga, über die Figur der Königin Hedwig von Polen. Dies wird im Kapitel unter demselben Titel geschildert.

Am 1. September 1939 brach der 2. Weltkrieg aus und Csokor musste aus dem brennenden Warschau fliehen. Wer, wo und wie ihm dabei geholfen hat, wird im Kapitel Die zweite noch größere Flucht berichtet.

Im Weiteren kann der Leser seinem Schicksal In Bukarest folgen, wo er von einem rumänisch-polnischen Ehepaar aufgenommen wurde. Als Rumänien den Achsenmächten beitrat, flüchtete der Autor nach Jugoslawien, das auch bald von Hitler erobert wurde. Csokor suchte dann Schutz auf der Insel Korčula, die von Italien annektiert wurde.

 

Davon handelt das Kapitel Hinter den Fronten des Krieges.

Nach dem Sturz Mussolinis wurde Csokor von italienischen Partisanen nach Bari gebracht, das schon in den Händen der Alliierten war. Darüber ist im Kapitel Auferstehung aus Ruinen zu lesen. Dank des polnischen Passes begann er in Rom als Reporter für die BBC zu arbeiten. 1946 kam Csokor nach Wien zurück und erkundete zusammen mit Klaus Mann die zerstörte Hauptstadt Österreichs.

 

Wieder in Polen – darüber informiert das nächste Kapitel. Csokor kam 1950 nach Warschau und traf sich mit polnischen Freunden, die den schrecklichen Krieg überlebt hatten.

 

Im Kapitel Für unsere und eure Freiheit wird eine wenig bekannte Episode aus dem ungarischen Aufstand 1956 erzählt, an dem Csokor und seine polnische Kollegin Maria Kuncewiczowa ihren Anteil hatten.

 

Die größte polnische Sammlung von Dokumenten von und zu Csokor befindet sich in der Kurnik-Bibliothek, die ich zusammen mit meinen Lesern besuche. Das Kapitel darüber hat den Titel Der Schatz von Kurnik. Der weitere Text informiert von meiner Suche nach dem verlorenen Exemplar der polnischen Übersetzung seines Stückes Jadwiga.

Csokor war in Österreich und in Polen als Förderer polnischer Literaten bekannt. Dank ihm wurde u. a. ein junger, begabter Dichter, Zbigniew Herbert, in ganz Europa bekannt.

Das vorletzte Kapitel Unter polnischen Journalisten bringt einige wichtige Informationen über Csokors Beziehungen zu den polnischen Schriftstellern, die sein Werk unter dem polnischen Lesepublikum verbreiteten.

Franz Theodor Csokor arbeitete bis zu seinem Tod. Da er große Pläne hatte, die er nicht verwirklichen konnte, steht auf seinem Grabstein ein lateinischer Spruch: - Nondum ("Noch nicht") und diesen Titel hast das letzte Kapitel meiner Arbeit.

Die Fabel des Buches bilden über hundert Briefe von Csokor, die ich in polnischen Bibliotheken und Archiven entdeckt habe, und die bis jetzt noch niemand erforscht hat.

An Illustrationen für dieses Buch verfüge ich über etwa hundert, sowohl archivalische, als auch zeitgenössische Fotos und Aufnahmen. Für alle besitze ich schriftliche Genehmigungen ihrer Besitzer, um diese Bilder für mein Buch zu verwerten.

Der ganze Text enthält 112 Seiten, dazu kommen noch die zwei Seiten der Bibliographie, sechs Seiten des Vorworts meiner Wiener Verlegerin Gaby Blattl und des Nachworts von Dr. Anna Bronzewska vom Prüfungszentrum des Goethe Instituts an der Uni Lodz sowie etwa zwanzig Seiten Illustrationen, insgesamt circa 130 – 140 Seiten.

 

 

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